Was dazu gesagt werden muss...
In seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ scheint Grass die Ketten abzuschütteln, die ihm von der Gesellschaft auferlegt wurden, nun frei schreit er die „Wahrheit“ in alle Welt hinaus, ermuntert alle Menschen mit zu schreien: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden“.
In verschiedenen Zeitungen aus mehreren Ländern ließ Günther Grass dieses Gedicht abdrucken und hofft, viele Andere „vom Schweigen zu befreien“.
Vollkommen übersieht er hierbei, dass es die iranische Führung ist, die seit Jahren von der Vernichtung Israels spricht und wohl auch Terrorgruppen im Kampf gegen Israel unterstützt.
Vielleicht glaubt Günther Grass ja selber, dass er mit Israel verbunden sei. Tatsächlich zeigt er mit diesem Gedicht aber vor allem, dass er ein einziges Bild von Israel hat: Israel die böse Bedrohung für die Länder im Nahen Osten, Israel die Bedrohung für die Welt. Landesweite Diskussionen in Israel, die ein Freund Israels verfolgt hätte, interessieren ihn nicht, nicht die vielen Stimmen in Israel, die sich laut und deutlich gegen einen Krieg mit den Iran aussprechen, sowohl aus politischen Kreisen, dem Militär, aber vor allem auch aus der Zivilbevölkerung. Eine kürzlich von Israelischen Künstlern gestartete Kampagne „IRANIANS WE LOVE YOU“ demonstriert diese Stimmen sehr deutlich. 
(Quelle: http://www.israelovesiran.com/download/)
s. auch http://www.youtube.com/watch?v=7agK8MIJ3T0
Dass Günther Grass ascheinend ein weltfremdes Bild von Israel hat, ist schade, wahrscheinlich aber nicht mehr änderbar. Leider lässt er sich mit diesem Gedicht aber auch vor den Karren der Leuten spannen, die Israel ganz eindeutig hassen und nun eine intellektuelle Ikone mehr zum gepflegten Israel-Bashing heranziehen können. Unreflektiert werden sie seinem Ruf nachkommen und aus voller Brust schreien: „Israel gefährdet den Weltfrieden!“ Wen es interessiert, der findet gerade im extrem rechten und linken Spektrum der Politik schon jetzt solche Beiträge im Internet.
Besonders bedauerlich aber ist, dass ihm wohl viele Leser recht geben werden. Diese Menschen, die Israel nur von den 60 Sekunden aus den Nachrichten kennen, werden sein Wort glauben und nicht weiter nachlesen. Grade diesem Teil der Bevölkerung muss deutlich gesagt werden: Das Bild, das von Günther Grass gezeichnet wird, ist zu ungenau, es versucht zu stigmatisieren und vor allem ist es falsch.
Gilad ist frei - ein Kommentar
Ich gebe es zu, ich bin erleichtert, unendlich erleichtert. Gilad lebt! Schmächtig, eingefallen, gebückt, aber mit einem scheuen Lächeln. Als eingefleischter Skeptiker hatte ich es nicht glauben wollen. Dass der Tag kommen würde, an dem er lebend wieder zu Hause ist. Aber es ist geschehen.
Mehr lesen:Nachdenkliches aus Israel
Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer
auf diesem Weg möchte auch ich Euch für die Unterstützung unserer gemeinsamen Aktion gegen das „Rotem-Gesetz“ danken. Wie Ihr vielleicht schon aus der Presse erfahren habt, hatte sich Benjamin Netanyahu schon Anfang der Woche gegen das Gesetz ausgesprochen und der „Erfinder“ des Gesetzes, MK Rotem hat es dann auf Grund des massiven Drucks zurückgezogen.
Ich kann Euch leider zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, ob wir einen vollen, oder nur einen Teilerfolg erzielt haben. Dazu ist die derzeitige Regierung in Jerusalem zu unberechenbar, ABER, wir haben allen Fraktionen in der Knesset gezeigt, dass uns die Einheit aller Juden am Herzen liegt und wir dafür auch lautstark eintreten. Wir sind keine kleine Minderheit, sonder wir sind die Mehrheit.
Für die Kampagne haben wir viel Zuspruch erhalten. Von Freunden, Förderern, von liberalen, konservativen und auch von orthodoxen Jüdinnen und Juden. Unsere Partner in Israel, IRAC und die Reformbewegung, waren überwältigt von dem Zuspruch und haben viel Kraft tanken können, für die vielen weiteren Punkte, die sie noch angehen müssen, um Israel weiter positiv gestalten zu können:
- Anerkennung von Rabbinerinnen und Rabbiner aller Bewegungen und nicht nur der Orthodoxie;
- Unterstützung der „Women of the Wall“ bei ihren Bemühungen, die Klagemauer als Ort des Gebetes für Männer UND Frauen zu erhalten, mit gleichen Rechten und Möglichkeiten;
- Ein modernes Eherecht, dass den zukünftigen Partnern die eigene Wahl über das Wie und Wo einräumt;
- Gleiches Schulsystem für alle Kinder in Israel, keine Sonderbehandlung von Kindern aus ultra-orthodoxen Familien, da diese ihnen eine allgemeine Schulbildung vorenthält;
- Abbau von Diskriminierungen von Palästinensern, die innerhalb der Grenzen Israels leben möchten und eine aktive Friedenspolitik mit allen Nachbarn in der Region;
- und und und.
Toda Raba!
Adrian M. Schell
Umfrage in Israel zur Regierung
By JERUSALEM POST STAFF 07/02/2010 04:08 Regev: „The public no longer tolerates selling Israel’s future to haredi parties.“
The public will no longer tolerate selling Israel’s future to the haredi parties, Rabbi Uri Regev, director of Hiddush – For Religious Freedom and Equality in Israel, said on Wednesday, in response to a public opinion poll his NGO recently conducted.
The general public thinks the haredi community shows disrespect for and rejects democracy, according to the survey. Fifty-eight percent of the Jewish public supports the establishment of a national unity coalition government that would include Kadima, but not the the haredi Shas or United Torah Judaism parties.
The survey data “demonstrates unequivocally that the haredi parties managed to make themselves an anathema among the general public that supports the rule of law and democracy,” Regev said.
While 95% of secular Jews displayed an overall disapproval of the haredi community, a surprising 62% of modern Orthodox Jews expressed similar views.
“Israelis are no longer willing to accept the sale of Zionism and the future of Israel to the haredi parties through dubious political deals. It is time Prime Minister [Binyamin] Netanyahu heeds the cry of the people and establishes a national unity government capable of bringing about a sorely needed civil revolution,” Regev said.
According to the poll, 83% of the Jewish public considers the struggle by Ashkenazi haredi parents in Emmanuel to have their daughters study separately from Sephardi girls whose families do not follow Ashkenazi haredi practices unjust.
In addition, 75% of the population supports the High Court of Justice’s decision to eliminate income support funding for married yeshiva students from the 2011 state budget, saying the payments are discriminatory because there are no such payments for married secular students.
“The public is telling Netanyahu: You do not have a mandate to continue undermining equality by passing legislation that bypasses court rulings and provides ‘pork barrels’ and preferential grants to yeshiva students,” Regev said.
He continued, “You do not have a mandate to make kosher the despicable racism in education through fictitious compromises. This is the hour of urgency. Israel’s democratic and Zionist character is under assault. Netanyahu has to tell the haredi parties: Enough!” The poll reported that 83% of Likud voters and 100% of Israel Beiteinu voters condemned the Emmanuel struggle as anti-democratic, and 73% of Likud voters and 88% of Israel Beiteinu voters supported the court’s decision to halt the income support for married yeshiva students.
“Israel Beiteinu – whose main constituency is the new immigrant community that is the primary victim of the submission to the haredi parties – as well as the Labor Party, should stand firm and make it clear to Netanyahu that they will not be part of a government that subjects Zionism to suicide and exhibits serial surrender to haredi blackmail,” Regev said.
The public opinion survey, commissioned by Hiddush and conducted by Smith Research on June 27-28, was based on a sample of 500 respondents representing Israel’s adult Jewish population.
"free gaza" - Wem sollte da geholfen werden?
natürlich bin auch ich schockiert. die eskalation vor dem gaza-streifen berührt mich in vielfacher hinsicht und macht mich hilflos. hilflos, weil kein argument helfen wird, um das was geschehen ist, nämlich den tod von menschen, rückgängig zu machen ist, und hilflos, weil es nicht möglich ist, jemals objektiv das zu beschreiben, was passiert ist.
die reaktion deutscher medien und die vieler meiner freunde ist eindeutig: israel hat überreagiert und hat sich völkerrechtswiederig verhalten. israel hat dringend beötigte hilfe für den gaza-streifen blockiert. und und und. wie soll ich auf solche vorwürfe reagieren, wenn ich, wie viele andere auch, nur die halbe wahrheit als die ganze ansehen möchte.
mein erster facebook-eintrag drückte daher aus, was mir sofort mein bauchgefühl sagte: deutsche medien sind opfer von friedensterroristen geworden. friedensterroristen haben es mal wieder geschafft, israel an den pranger zu stellen.
friedensterroristen ist natürlich ein hartes wort, da es eigentlich einen nicht vereinbaren gegensatz ausdrückt, er drückt aber genau aus, was mir durch den kopf geht, wenn ich die aktion „free-gaza“ näher betrachte: terroristen interessieren sich nicht für menschen. um ihre ziele durchzusetzen gehen sie ggf. über leichen. und genau dies ist hier geschehen. sie haben einen einsatz für den frieden missbraucht, um einen krieg gegen israel zu führen.
in israel steigt die angst vor einem neuen krieg. menschen wie du und ich sehen recht negativ in die zukunft. sie sehen israel zunehmend isoliert und in eine ecke gedrängt, aus der es sich nicht mehr selbst befreien kann. sie haben angst, dass auf dem höhepunkt dieser isolation israel militärisch angegriffen wird und niemand da sein wird, der israel zur seite steht. alle werden sagen, israel hat das ja selbst zu verantworten.
aber ist dem wirklich so?
meiner meinung nach hatte die aktion „free gaza“ nie zum ziel, hilfsgüter in den gaza-streifen zu bringen. es ging den organisatoren ausschließlich darum, israel zu provozieren, handlungen zu erwirken, die medientauglich gegen israel eingesetzt werden können. in zeiten von massenmedien braucht es keine waffen mehr, um einen staat sturmreif zu schießen. es gibt keinen grund daran zu zweifeln, dass die israelische regierung die hilfsgüter nicht auf dem landweg in den gaza-streifen hätte bringen lassen. eine echte hilfsorganisation hätte sich, zum wohle der ihr selbst auferlegten maxime „menschen zu helfen“ darauf eingelassen. menschen in gefahr zu bringen, oder gar willentlich einem bewaffneten konflickt auszusetzen ist keine eigenschaft für eine friedensorganisation.
ja, ich glaube, dass die aktivisten sich, vergleichbar der hamas, zivilisten bedienst hat, um das zu erreichen, was sie wollten. und nein, ich glaube nicht, dass alle 700 aktivisten terroristen sind, vielen kann ich einfach nur naivität vorwerfen. wer geglaubt hat, mit einer solchen aktion den friedensprozeß in eine neue, positive richtung zu lenken, hat die dimension des konfliktes nicht im geringsten erkannt.
die situation der menschen im gaza streifen ist nicht menschenwürdig. es muss schnell eine lösung gefunden werden. dies geht aber weder mit der axt, noch gegen den willen von ägypten und israel. eine zweistaatenlösung lässt sich nicht auf dem rücken von menschen erzwingen.