Rotem Bill – das Konversionsgesetz vom „Israel Beteinu“ Abgeordneten David Rotem, welches alle Konversionen in die Hände von wenigen Ultraorthodoxen geben würde, wurde für ein weiteres halbes Jahr zurückgestellt. Darauf einigten sich die Israelischen Regierungsparteien mit den nicht- Orthodoxen Strömungen in der Nacht zum 10.01.2011. Im Gegenzug verzichten die Organisationen auf ein Verfahren vor dem Obersten Gericht gegen das Gesetz. Über das Gesetz soll nun bis zum 10.07.2011 neu verhandelt werden.

Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, sind es alleine die Ultraorthodoxen, welche dann entscheiden können, wer Jude ist und wer nicht, wenigstens innerhalb Israels. Dadurch bekommen sie auch die alleinige Kontrolle darüber, wer heiraten darf (es gibt in Israel keine Zivilehe) und ob ein neugeborenes Kind jüdisch ist.

Durch dieses Gesetz wird eine Kluft zwischen Juden in Israel und in der Diaspora geschlagen, da hier die Konversion durch alle Strömungen durchgeführt werden können. Ist diese Kluft einmal geschlagen, wird es schwer sein, sie wieder zu überbrücken.

Wir hoffen auf einen guten und vor allem erfolgreichen Dialog zwischen Israels Regierung und den nicht-Orthodoxen Organisationen, nicht nur im Bezug auf dieses Gesetzt. Dass sich die Regierung mit allen Strömungen des Judentums an einen Tisch setzt und verhandelt stimmt uns hoffnungsvoll für die Zukunft.

Rotem Gesetz vorerst verschoben

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